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Pfarrkirche Sulzberg

Baugeschichte

Die erste Kirche

Bei der Generalsanierung 1989 – 1992 stieß man im Presbyterium auf die Mauerfundamente eines älteren Chores. Sie ließen erkennen, dass der älteste Kirchenbau bereits aus Stein bestand. Das 630 cm breite und 500 cm tiefe Presbyterium hatte einen geraden Ostabschluss. Damit war erwiesen, dass es in vorgotischer, also in romanischer Zeit errichtet worden ist. Darin erhob sich das Fundament eines freistehenden Altars. In der Südwestecke deckte eine Sandsteinplatte mit eingeritztem Kelch und Hostie ein Priestergrab mit Skelett. Sie wurde in eine Türlaibung der Turmkapelle eingelassen. Die Gebeine dieses sowie von zwei anderen Priestern, die beim Altar freigelegt wurden, sind in Urnen beigesetzt worden. Kreuze weisen auf den Bestattungsort hin.

Das Langhaus

Es scheint, dass das romanische Langhaus, mindestens was den Grundriss betrifft, bis um 1700 kaum verändert worden ist, denn man fand bei den Grabungen nur die Grundmauern, wie sie schon Alois Negrelli in seinem Bestandsplan festgehalten hat.

Das Langhaus war ursprünglich innen 19 m lang, 9 m breit und etwa 13,30 m hoch. Allmählich aber fasste die Kirche die wachsende Bevölkerung nicht mehr. Eine kurzzeitige Abhilfe brachte der Bau der etwa 9 m langen und 3 m breiten Sebastianskapelle an der Nordseite der Kirche unter Pfarrer Conrad Vögel (1699 – 1714) und die Verlängerung der Kirche um etwa 3,20 m auf rund 22,20 m um die Jahre 1727 bis 1729.

Wann genau die erste Kirche erbaut worden ist, weiß man nicht, vielleicht um 1150 bis 1200.

Der gotische Chor

Um 1500 wurde der gotische Chor mit Dreiachtel Ostabschluss erbaut. Im Laufe der Geschichte erfuhr er manche Veränderungen. Er blieb beim Abbruch des alten Langhauses stehen. Seine Maße: etwa 6,90 m breit, 10,55 m lang, 8,50 m hoch.

Das neue Langhaus

Die Baumaßnahmen im 18. Jahrhundert konnten die Raumnot kaum lindern. Deshalb gab es schon seit 1800 Bestrebungen zum Bau einer größeren Kirche. Mehrere Baumeister entwarfen Pläne, zum Zug kam Alois Negrelli, geboren am 23. Jänner 1799 in Fiera di Primiero im Trentino, damals zu Tirol gehörend. Er war im Wasser- Straßen- und Eisenbahnbau tätig, interessierte sich aber auch für die Architektur. Er war maßgeblich an den Planungen zum Suezkanal beteiligt. Er starb als Generalinspektor der österreichischen Staatsbahnen am 1. Oktober 1858 in Wien.  Mit dem Bau des Langhauses wurde 1828 begonnen, am 19. Juli 1829 feierte man das Richtfest, am 14. Oktober 1830 wurde der Neubau abgenommen. An die Südwand des Chores wurde die Sakristei angebaut. Am 19. Juni 1833 weihte Generalvikar Johannes Nepomuk von Tschiderer die Kirche.

Die Gesamtrenovierung 1989 – 1992

Der Zahn der Zeit hatte der Kirche zugesetzt, so dass eine Sanierung unumgänglich schien. Die Vorbereitung für die Renovierung nahm ein Bauausschuss unter Obmann  Pfarrer Herbert Hehle in die Hand.  Die erste von 34 Sitzungen fand am 21. Februar 1986 statt. Um Anregungen zu erhalten, wurden mehrere renovierte Kirchen besichtigt. Eingeschaltet war auch der ehemalige Diözesankonservator Prof. h. c. Dr. Erich Widder von Linz. Der Planungsauftrag wurde an das Architektenbüro C 4 Dipl.-Ing. Max Fohn und Dipl.-Ing. Karl Sillaber vergeben, wobei letzterer das Projekt leitete. Große Verdienste um die künstlerische Ausgestaltung der Kirche erwarb sich Heinrich Gerhard Bücker aus Westfalen. Die Bauleitung oblag Altlandesrat Konrad Blank.

Im Laufe der Bauarbeiten, die  am 3. April 1989 mit dem Abbruch der Orgel begannen, glich die Kirche einer riesigen Baustelle. Bagger hoben den Boden aus, Traktoren fuhren den Aushub ab. Ein Baugerüst füllte den ganzen Kirchenraum aus. Das Ehepaar Boruszczak aus Polen restaurierte die Gemälde. Am ganzen Unternehmen waren fast 50 Firmen beteiligt.

Das heutige Bild der Pfarrkirche Sulzberg verdanken wir vielen gestalterischen Maßnahmen anlässlich der Gesamtrenovierung. Neue Elemente wurden nicht an Anlehnung an das Vorhandene, sondern im Gegensatz dazu mit den Möglichkeiten der heutigen Zeit entworfen und gestaltet. Ein Beispiel sind die neuen in Stahlbetonweise errichteten Emporen. Elegant werden sie von zwei schlanken Säulen getragen. Zwei Stiegen umfangen je einen Beichtraum und führen zur ersten Empore hinauf, wo auch der historisch interessante Blasebalg der Orgel seinen Platz gefunden hat. Die zweite Empore ist der Orgel und dem Kirchenchor vorbehalten. Die Orgel wurde  1895 von Anton Behmann, Schwarzach, aufgestellt. Sie zählt 25 klingende Register mit zwei Manualen mit je 54 Tasten und einem Pedal mit 27 Tasten.  Die Ablösung der Emporen von den Seitenwänden brachte freie Sicht auf die hinteren Kirchenfenster und eine bessere Belichtung.

Eine wesentliche Rolle für den Raumeindruck spielen die Fenster. Im Langhaus sind es sechs große Halbmondfenster und zwei kleinere auf der Empore, im Chor vier längliche und ein gotisches Fenster. Das alabasterartige Glas wie auch die vier Messingluster mit 97 Glühbirnen wurden von Heinrich Gerhard Bücker entworfen.

Die alten Kirchentüren wurden durch Eichentüren ersetzt. Die Kirchenbänke wurden unter Verwendung der alten Docken aus Tannenholz neu errichtet.

Substanzerhaltende Maßnahmen

Die Mauern wurden trockengelegt, der Kirchenboden erneuert, in den Gängen, im Presbyterium und im Altarbereich wurden Natursteinplatten verlegt. Die Kirchenbänke wurden auf den Riemenboden aus Sulzberger Tanne gesetzt. In den Estrich unter den Gängen und Bänken wurde eine Warmwasser-Niedertemperaturheizung eingebaut. Die Lüftung erfolgt über Abluftöffnungen im Gewölbe. Die gesamte Elektroinstallation und die Lautsprecheranlage wurden erneuert. Wärmedämmung im Fußboden, Isolierung des Dachbodens und Bau eines Windfanges beim nördlichen behindertengerechten Seiteneingang dienen der Einsparung von Energie.

Denkmalpflegerische Maßnahmen

Renoviert und restauriert wurden die Wand- und Deckenbilder, der Hauptaltar, die Seitenaltäre, die Kanzel, die Orgel mit Blasebalg, die Kreuzwegstationen, die Apostelleuchter und das große Kruzifix um 1880.

 

 

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