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Wir feiern ein Fest!

Feste feiern liegt uns Sulzbergerinnen und Sulzbergern! Es verwundert also nicht, dass die Eröffnung des „Alten Pfarrhofs“ gleich drei Feste wert ist.

Am 1. Mai feierten wir mit der Eröffnung der Bücherei und des Pfarrbüros Fest Nr. 2. Den Anfang nahm alles mit dem Sonntagsgottesdienst. Dieser wurde von unseren Kommunionkindern, von Volksschülern und vom neuen Jugendchor God`s Diamonds mitgestaltet.
„Werft das Netz auf der rechten Seite aus“, war die Aufforderung Jesu an die Jünger am See Tiberias. Pfarrer Peter meint, heute könnten Jesu Worte lauten: „Vertrau auf die Stimme deines Herzens, höre auf dein Gefühl und tu es.“ Die rechte Seite kann mit der rechten Gehirnhälfte assoziiert werden und diese ist genau dafür zuständig.

Die offiziellen Begrüßungsreden von Pfarrer Peter Loretz, Helene Blank (in Vertretung des Bürgermeisters) und Martin Gallez vom Büchereiteam an die anwesende Bevölkerung und die Ehrengäste des Tages wurden aufgrund der niedrigen Außentemperaturen kurzgehalten.

Alle waren eingeladen, den Alten Pfarrhof von oben bis unten zu besichtigen. In der neuen Bücherei wurden schon fleißig Medien zurückgebracht und ausgesucht, im Schwalbenzimmer fand ein Bücherflohmarkt statt und im Pfarrbüro wurde sogar Einblick ins Matrikelbuch gewährt.

Die Kommunionkinder haben gebacken und mit ihren Kuchen und Getränken für eine Spende, welche ukrainischen Kindern zugutekommt die Anwesenden verwöhnt. Bei Kaffee und Kuchen wurde gemütlich in der Stube, im Bischofszimmer und im Begegnungsraum beisammengesessen und der Augenblick wurde für viele zum Fest.

Um 13.30 las Propst Martin Werlen im voll besetzten Begegnungsraum aus seinem Buch „Raus aus dem Schneckenhaus. Nur wer draußen ist, kann drinnen sein“. Er erzählt wie es zu diesem Buch kam und dass das nächste den Titel „Die beste Entscheidung meines Lebens“ haben wird. Und vor allem an die jüngeren gerichtet, appelliert er, es ihm in dieser Entscheidung gleichzutun nämlich keine Fahrprüfung zu machen. Mit Führerschein hätte er so viele Begegnungen und Gespräche nicht gehabt und wäre ein anderer.
Propst Martin Werlen gibt unter anderem zu bedenken, dass die gegenwärtige Zeit, die am wenigsten dokumentierte Zeit ist und weist auf die Wichtigkeit von Büchern hin.

Ebenso spricht er über das Pharisäertum, welches Veränderungen nicht zulassen kann und alles lassen will, wie es ist bzw. es wieder werden soll, wie es einmal war – gerade und vor allem auch in der Kirche. Dabei ist Veränderung in der Kirche so wichtig! Er prangert die immer noch zu sehr geduldeten Ungerechtigkeiten was die Rolle der Frau in der Kirche angeht an, zitiert Silja Walter und motiviert zum Mut umzudenken und Ungerechtigkeiten anzugehen. Propst Martin Werlen ist ein Mann, der mutig festgefahrene Muster anspricht, in Frage stellt und zum Umdenken anregt. Veränderungen sind unumgänglich, wenn Kirche lebendig sein soll und Veränderungen brauchen Mut. Seien wir also mutig!

Einen ersten Schritt gehen wir am Sulzberg, wenn Pfarrer Peter überlegt, wo die 13. Apostelkerze (für die Apostelin Maria Magdalena) angebracht werden soll. Mögen noch viele weitere folgen.

Ein Fest, das gebührend gefeiert wurde endet gegen 16 Uhr und klingt doch nach in Erinnerungen, Begegnungen, Gesprächen und Anregungen. Freuen wir uns auf das Gartenfest am 25. Juni, wenn zum dritten Mal zum Fest geladen wird!

Text: Barbara Maurer
Fotos: Manuela Fink
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