Erinnerungen an ‚Einschränkungen‘ des Lebens

Erinnerungen an ‚Einschränkungen‘ des Lebens

Die Anfrage an betagte Pfarrangehörige zum Thema „wie war es früher wie ist es heute“ empfinde ich als Wertschätzung.

Die Corona Krise mit einer Kirche ohne Gottesdienste wirft die Frage auf, hat es dies schon einmal gegeben? Aus meinem Erleben kann ich sagen, das gab es in dieser Form noch nie.
In einer anderen Form gab es jedoch auch in früheren Zeiten Einschränkungen. Als es bei uns noch keine Autos gab und der Fußweg in die Kirche, für ältere Menschen zu beschwerlich wurde, gab es nur eines: Zuhause zu bleiben. Für Mütter, die damals viele Kinder zur Welt brachten und diese aufgezogen haben, gab es viele Einschränkungen, auch sie mussten längere Zeiten zuhause bleiben.

Es gab Zeiten von Epidemien, mir fällt die Diphterie ein. Auch damals gab es strenge Kontaktverbote. Von der Erkrankung waren vor allem Kinder betroffen. Im damaligen Armenhaus wurde eine Isolierstation eingerichtet, kranke Kinder kamen dorthin – sie wurden von der Außenwelt abgeschirmt, ich selbst war einer der Betroffenen.

Es gab Viehseuchen, auch diese hatten strenge Kontaktverbote zur Folge. Ich erlebte selbst die sehr ansteckende Maul- und Klauenseuche bei Rindern, diese hatte große wirtschaftliche Schäden zur Folge.

Alle diese Krankheiten wurden dank des medizinischen Fortschritts bewältigt Der gegenwärtig sich weltweit verbreitende Corona Virus zeigt, wie die hochtechnisierte Welt, die glaubte alles zu beherrschen, machtlos dasteht. Die gegenwärtigen Maßnahmen sind hart, aber notwendig; nur so werden wir dieses Ungemach in den Griff bekommen. Verlieren wir die Hoffnung nicht!

Konrad Blank, sen.

Herzlichen Dank, Konrad, für deine Erinnerungen an ‚Einschränkungen‘ des Lebens!

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