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Schöpfungsgeschichte eines Kindes

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  • Beitrags-Kategorie:Pfarrleben

Muttertag – mitgestaltet von Kindern und Jugendlichen – ein Dank an alle Mütter, an alle mütterliche Menschen, die uns begleiten und uns begegnen. 

Das Thema Muttertag wird verglichen mit der Erschaffung der Welt in den Sieben Tagen – So wie Gott die Welt und alles Leben schafft – so braucht es Monate und Jahre die Verbindung mit der Mutter, dass Leben,  Liebe, Vertrauen und Hoffnung wachsen können. 

Schöpfungsgeschichte eines Kindes

Am Anfang – das Kind kam auf die Welt. Und die Welt des Kindes war noch wüst und leer, da war keine Ordnung, keine Geborgenheit. Finsternis lag über der Welt.
Da erschien das Gesicht der Mutter über dem Chaos. 
Und die Mutter sprach: ES WERDE LICHT!
Und es wurde hell. Und immer, wenn sie sich dem Kinde zuwandte, tauchte sie die Welt in Licht. Wandte sie sich ab, nahm das Dunkel wieder zu. So schied sie das Licht von der Finsternis. Das Kind nannte das Licht Vertrauen und die Finsternis Angst.
Es ward Abend und Morgen: Erster Tag.

Und die Mutter sprach: ES WERDE NAHRUNG!
Und es geschah so. Und sie legte das Kind an die Brust und stillte es und schied Hunger und Zufriedenheit, Lust und Schmerz. Das Kind träumte und nannte es Glück und den Hunger Unglück.
Es ward Abend und Morgen: Zweiter Tag.

Und die Mutter sprach: ES WERDE WARM!
Und es geschah so. Sie nahm das nackte Kind, schloss es in ihre Arme und wiegte es. Und das Kind fühlte die Wärme und deutete die als Geborgenheit. Und es nannte die Wärme seiner Mutter Zuflucht und schlief in Zuversicht ein.  
Es ward Abend und Morgen: Dritter Tag.

Die Mutter sprach: ES WERDE FREUDE!
Und es geschah. Und sie legte ihre Hand unter den Kopf des Kindes, und ihre Wange an seine. Sie streichelte es, blies in seine Hände und streichelte über sein Haar.
Und das Kind fühlte die Hand seiner Mutter und ihre Zartheit. Und es empfand durch ihre Zärtlichkeit große Freude.
Es ward Abend und Morgen: Vierter Tag.

Die Mutter sprach: ES WERDE SPRACHE!  
Und es geschah also. Und die Mutter sprach erste Laute und redete Worte, hörte auf die Laute des Kindes und verstand seine Sprache. Und sie fragte und erzählte und innige Verbindung lag in ihrer Stimme. Und das Kind hörte die Worte der Mutter gerne. Es nannte die Stimme Hoffnung.
ES ward Abend und Morgen: Fünfter Tag.

Und die Mutter sprach: ES WERDE VERTRAUEN!  
Und so geschah es. Sie hörte auf den Ruf des Kindes, schützte es vor dem Fallen auf der Treppe, gab ihm zu essen, sie war wach, wenn es rief. Und das Kind spürte Treue und glaubte an sie.  Es nannte die Treue Vertrauen.
ES ward Abend und Morgen: Sechster Tag.

Und die Mutter sah ihr Kind an und segnete es und sprach:
Geh’ und  bewohne die Erde. Geh und lebe aus der Kraft der Liebe. Und das Kind blickte auf seine Mutter, auf mütterliche Menschen – und nannte sie GRUND meines GLAUBENS – Grund meiner HOFFNUNG, GRUND meiner LIEBE!  
Quelle unbekannt




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