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Hoffnung in der Osterbotschaft

Nach dem Tag der Grabesruhe dürfen wir uns, wie die Frauen damals, auf den Weg machen und miteinander den Sieg des Lebens über den Tod feiern.
Wir laden herzlich zur Feier der Osternacht, heute um 21.00 Uhr ein.
Am Ostersonntag feiern wir das Fest der Auferstehung Jesu Christi mit dem Chor St. Laurentius und Kinder gestalten mit ihren Osterfahnen und Liedern den Gottesdienst, um 9.30 Uhr mit.

Gedanken von Pater Regis – Die Hoffnung in der Osterbotschaft

Die Corona Pandemie hat in der ganzen Welt unglaubliche Verwüstungen angerichtet. Die Märkte sind erschüttert, die Menschen sind verängstigt, und Panik scheint überall herrschend. Diese Pandemie erinnert uns daran, wie zerbrechlich wir sind. Nach zwei Jahren mit verschiedenen Virusvarianten sind nun mehr als 6 Millionen Tote weltweit. Als ob das nicht schon genug wäre befindet sich die Welt in einer Situation des Krieges in der Ukraine und wachsender Spannungen mit dem atomar bewaffneten Russland. Diese Situationen werfen so viele Fragen auf. Wie sollen wir als Gläubigen darauf reagieren? Woher nehmen wir inmitten von Angst und Ungewissheit die Kraft, mit solchen Bedrohungen der Gesundheit, der Sicherheit und des allgemeinen Wohlergehens umzugehen?

In der Karwoche werden wir erinnert, dass es keine Nachfolge Christi ohne das Kreuz gibt. Das Osterereignis ist eins der großartigsten seit Menschengedenken. Die Auferstehung Jesu Christi ist eine Botschaft der Hoffnung, dass es ein Ende von Schmerz und Leid gibt. Jesus erlitt unschuldig den qualvollen Kreuzestod. Doch am dritten Tag ist Jesus Christus von den Toten auferstanden!

Es ist eine Botschaft der Hoffnung. Die Hoffnung ist äußerst wichtig, und für uns Katholiken ist sie eine der theologischen Tugenden, die wir in der Taufe empfangen. In dieser Zeit der Pandemie und des Krieges ist es für uns wichtig, diese Tugend zu pflegen und uns daran zu erinnern, dass unsere wahre Hoffnung im auferstandenen Herrn liegt, eine Hoffnung, die wir in an Ostern feiern.

Hoffnung ist wunderbar, doch auch schwierig. Wir können nur das Beispiel der Jünger und Jüngerinnen Jesu nehmen. Sie betrauerten seinen Tod, freuten sich über seine Auferstehung und mussten sich dann wieder von ihm verabschieden. Es kann nicht leicht gewesen sein, diesen Menschen, den sie so sehr liebten, wieder zu verlassen. Aber sie hatten Hoffnung, Hoffnung auf seine Rückkehr. Diese Hoffnung erfüllte sie mit Freude.

In der Osterbotschaft geht es um diese Hoffnung. Obwohl wir die gegenwärtige Notlage der Welt beklagen, geben wir die Freude der Auferstehung mit seinen triumphalen Hymnen, die einen auferstandenen Erlöser verkünden, nicht auf. Die Worte des heiligen Paulus machen uns Mut:

„Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. … Denn wir sind gerettet, doch in der Hoffnung. Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung. Wie kann man auf etwas hoffen, das man sieht? Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann harren wir aus in Geduld (Rom 8:18.24-25).

Wir können inmitten einer Pandemie noch Hoffnung haben und sogar feiern, während wir klagen, weil wir an einen Gott glauben, der bewiesen hat, dass Krankheit und Tod nicht das letzte Wort haben (vgl. 1. Kor 15). 
Pater Regis

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