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Die Schnecke 2014

Jeden Adventsonntag und am Weihnachtstag begeben wir uns mit der alten Schnecke und den Schülerinnen und Schülern der 4. Klasse Volksschule auf den Weg nach Betlehem.

 

Advent-Schnecke 2014Die Schnecke

Im fernen Land Palästina lebte vor 2000 Jahren eine Schnecke, die war schon uralt und hatte viel von der Welt gesehen. Ihr Fuß kannte jede Falte der Erde und jedes Sandkorn der Wüste und in ihrem Haus hörte sie die Weltmeere rauschen. Sie hatte in ihrem Leben so viel Unheil gesehen, dass sie nun auf einen hoffte, der ihr alle Last abnehmen würde. Das Alter bringt es mit sich, dass man ein wenig wetterfühlig wird. Auch die Schnecke spürte jeden Regen, jeden Frost und jeden Sandsturm schon Tage vorher. Eines Tages spürte sie ein bisher unbekanntes Reißen in ihrem Fuß.

Die Schnecke sagte: 'Es liegt etwas in der Luft. Ich werde herausfinden, was es ist.'

Plötzlich stand ein Wolf vor ihr. Es war ein riesiges Tier mit grün funkelden Augen, einem struppigen Fell und einem riesigen Maul voll scharfer Zähne.

Adventgeschichte 2014 - Schnecke

Sofort legte der Wolf los: 'Hast du keine Angst vor mir?'
'Warum sll ich Angst haben?' 
'Weil ich böse bin!' 
'Wer sagt das?'
'Die Menschen!'
'Warum sagen die Menschen das?' 
'Weil ich ihre Schafe fresse!' 
'Und wozu brauchen die Meschen die Schafe?'
'Sie wollen sie selber fressen!'
'Dann bist du nicht böser als die Menschen. Und auch nicht schlimmer als andere Tiere. Ich fresse zum Beispiel gerne Erdebeeren. Das mögen die Menschen auch nicht und sie nennen mich schlecht, weil sie die Erdebeeren liebe selber essen. Niemand hat das Recht einen anderen böse zu nennen.'
Die Schnecke erzählt, dass bald einer geboren weden wird, der alle Menschen liebt und ihnen das Heil bringen wird. Und sie werden auch ihn hassen und später töten. Der Wolf fragt, wer das denn sei.
Die Schnecke antwortete ihm, dass das einer sei, auf den sie schon lange warte. Nach den alten Weissagungen wird er bald unter einem Stern geboren, den wir jetzt noch nicht sehen. Aber die Schnecke fühlte, dass er kommt und geht hin und bringt ihm die Not der ganzen Welt. Der Wolf sagte: 'Ich gehe mit! Ich werde ihn vor den bösen Menschen schützen!' Da antwortete die Schnecke: 'Niemand hat das Recht einen anderen böse zu nennen!" Und mühsam kroch die Schnecke weiter.
 

Nach der Begegnung mit dem Wolf kroch die Schnecke weiter. Das Ziehen in ihrem Fuß war immer noch da. Plötzlich spürte sie schrecklichen Hunger. Sie sah ein Huhn, das an saftigen Salatblättern pickte, die man ihm hingeworfen hatte.

Adventgeschichte 2014 - Henne


Schüchtern sprach sie sie an: „Würde es dir etwas ausmachen, wenn ich ein bisschen von deinem Salat esse?“

Das Huhn antwortete: „Du brauchst keinen Salat zu essen, du bist nicht nützlich!“

„Nein. Nützlich bin ich nicht!“

„Ich hingegen, brauche viel Grünfutter, damit meine Eier vitaminreich werden“

„Interessant. Und was macht man mit vitaminreichen Eiern?“

„Die essen die Menschen. Je nahrhafter das Futter, desto glücklicher die Hühner, desto besser die Eier, desto zufriedener die Menschen, desto nahrhafter das Futter, desto glücklicher die Eier, desto besser die Hühner…….oh ! Jetzt habe ich mich versprochen!“

"Das kommt davon, wenn man gackert ohne nachzudenken!“

„Nachdenken ist mir zu anstrengend, außerdem macht mich deine Fragerei ganz konfus. Iss lieber von meinem Salat, dann hältst du wenigstens den Mund.“

Zufrieden meinte die Schnecke: ,,Mehr wollte ich gar nicht!“

 

Sie fraß sich genüsslich satt und kroch dann weiter. Da kam ein Mann mit Krücken auf sie zu. Dieser sagte: "Wir passen gut zusammen, du mit deinem Kriechfuß und ich mit meinen Krücken- wir taugen doch beide nichts!“

„Was soll das heißen- Warum sollte ich nichts taugen?“

,,Ich bin lahm, und du kommst auch nicht schnell voran.“

„Ach ist man nur etwas wert, wenn man schnell laufen kann? Ist der Tausendfüßler also ein unheimlich nützliches Tier?“

Der Lahme sagte, dass er das nicht so gemeint habe. Niemand könne ihn mit seinem lahmen Fuß brauchen.

Doch die Schnecke tröstete ihn:

„Na ja, als Schnellläufer bist du wirklich nicht geeignet. Aber vielleicht taugst du zum Geschichtenerzählen, zum Stricken, als Schreiber, vielleicht kannst du schöne Bilder malen, traurige Kinder trösten, Puppen reparieren, Edelsteine schleifen, Schuhe putzen, Flöte spielen, Körbe flechten, Nägel einschlagen…“

Da sagte der Lahme: ,,Hör auf. Was dir alles einfällt. Bisher habe ich immer daran gedacht, wie schlimm es ist, dass ich nicht laufen kann. Was ich kann, habe ich mir noch gar nicht überlegt.“

Die Schnecke hatte ihm die Augen geöffnet. Die Augen und die Aufmerksamkeit auf das Gute, auf das Positive zu richten. Jetzt ging es ihm schon viel besser.

„Nur ich bin immer noch langsam“, sprach die Schnecke und kroch behutsam weiter.

 
Immer weiter kroch die Schnecke. Mitten auf dem Weg lag ein riesengroßer Stein. Er war so groß, dass die Schnecke ihn für einen Weg hielt. Sie machte sich daran ihn zu besteigen. Mühsam kroch sie an einer seiner schrundigen Kante hoch. Es war fast Mittag, als sie oben ankam. Nach einer kurzen ebenen Strecke ging es kopfüber wieder hinunter. Gegen Abend kam sie unten auf dem Erdboden an und erst jetzt wurde ihr klar, dass sie den ganzen Tag vergeudet hatte. Sie war sehr zornig.
 3. Advennt Geschichte-Stein
„Du dummer Stein! Du kostest mich einen Tag meines Lebens! Einen ganzen Tag ohne Essen ohne Trinken und das alles für nichts und wieder nichts! Warum legst du dich mir in den Weg? Was hast du gegen mich?“
Aber der Stein blieb stumm. Die Schnecke sah zum Himmel hinauf und rief: Stern, du Stern, der in meinem Fuß zieht, dass ich laufen muss und immer weiter laufen, warum zeigst du dich nicht? Warum führst du mich Wege, die blos Mühe und Plage sind. Warum lässt du mich nicht in Ruhe?“
Aber sie bekam keine Antwort. Da ging sie bedrückt und weinend weiter.
Vom Dorf herüber tönte lautes Kindergeschrei.
3. Advent Geschichte-HexeKinder:  Hexe! Hexe! 
Eine alte Frau kam auf dem Weg, sie ging gekrümmt an einem Krückstock und trug einen Korb.
Die Schnecke verkroch sich im Haus. Da erblickte die Frau sie und trug sie an den Wegrand.
„Pass auf, sonst tritt jemand auf dein hübsches Haus!“
„Bist du tatsächlich eine Hexe?“
„Natürlich nicht!“
„Aber die Kinder haben es dir nachgerufen!“
„Das lernen sie von den Erwachsenen. Und die sagen es, weil ich vieles kann, was sie nicht verstehen. Ich kenne Kräuter und Pilze, ich bereite Kräuter und Salben, ich heile Krankheiten, ich rede mit den Tieren. Das ist ihnen unheimlich. Wer anders ist, wird ausgestoßen! Und sie sagen, dass ich hässlich bin!“
Da sagte die Schnecke: „Du hast schöne Augen! Sehen sie das nicht?“
,,Niemand sieht an mir etwas Schönes!“
„Doch einer, zu dem ich unterwegs bin!“ Gleich beschrieb die Schnecke den Weg.
„ Da gehe ich mit. Geh schon einmal vor, ich hole nur noch etwas Kräuter und Salben! Man kommt ja nicht gern mit leeren Händen.
„Mach mal“, sagte die Schnecke und kroch weiter.

Nach so vielen Tagen des Suchens begann die Schnecke mutlos zu werden. Ihr Fuß schmerzte so sehr, dass sie nicht wusste, ob sie das Ziehen, das sie die ganze Zeit vorangetrieben hatte, nicht nur eingebildet hatte. Wieder war sie einen ganzen Tag lang in erbarmungsloser Hitze im Staub gekrochen ohne zu wissen, ob sie je ein Ziel erreichen würde.

Die Nacht legte sich schwarz über das Land.

Plötzlich sah sie ihn: Hell und strahlend stieg der Stern über den Horizont, die Finsternis hatte einen Riss bekommen. Da war das Licht und Hoffnung, da war das Ende ihrer Reise. Sie hatte sich nicht geirrt!

Adventgeschichte 2014Glücklich legte sie sich in den Schatten eines Maulbeerbaumes.

Schnecke: „ Ach, wirf mir doch bitte ein Blatt herab. Bis zu deiner Krone hinauf ist es für mich eine Tagesreise“

Der Baum antwortete ihr: "Wie komme ich denn dazu? Ich bin ein Maulbeerbaum und von mir ernähren sich Millionen von Seidenraupen. Warum soll ich eine eklige, unnütze Schnecke durchfüttern?“

„Mit einem Blatt könntest du mein Leben retten!“

„Wer bist du schon, dass du das wert bist?“

Da sagte die Schnecke: „Ich bin das Beste, was es gibt. Ich bin ein Geschöpf Gottes!“

„Für mich bist du ein langweiliger schleimiger Schleicher“

,,Der Schleim schützt mich vor Verletzungen. Das ist eine feine Sache. Und im Übrigen: Was das Schleichen betrifft: Ich wette ich kann schneller laufen als du!“

Nach einer Weile flatterte ein kleines Blättchen zu Boden und die Schnecke fraß es mit Genuss. Dann zog sie weiter. Der Baum sah ihr lange nach und schämte sich ein bisschen.

Endlich war sie am Ziel. Den ganzen Tag war die Schnecke in den Gassen der Stadt Bethlehem herumgeirrt, ohne recht zu wissen, wo sie ihr Ziel finden konnte. Nach ein paar Stunden hatte sie die Orientierung verloren, jedes Haus sah wie das andere aus.

„Wenn der Stern heute nicht aufgeht, weiß ich, dass ich mich verirrt habe.“

Da ging der Stern wieder auf. Strahlend stand er über ihr, die Nacht wurde zum Tag und sie sah, dass sie am Ziel war. Da war der Stall, da waren die Eltern und da war das Kind.

Als die Schnecke das Kind sah, erschrak sie. Es war so winzig klein und hilflos, dass sie es sich nicht vorstellen konnte, dass dies der versprochene Erlöser sein sollte. Trotz aller Sorgen und Zweifel hatte sie nie geahnt, wie ärmlich, wie alltäglich der König der Welt aussehen würde. Sie hatte gedacht, dass der König der Welt ganz aus Licht sein würde, ganz aus strahlender Helligkeit.

Sie dachte: ,Es war alles umsonst. Was konnte ich mir von einem neugeborenen Kind erwarten!“

Da sah das Kind sie an. Zwischen all den Menschen sah es auf die Schnecke und lächelte sie an. Diese fühlte sich auf einmal so leicht, als wären alle Sorgen von ihr genommen. Nichts bedrückte sie mehr, Hunger und Durst waren vergessen.

Das Kind streckte seine Hand aus und leicht und froh kroch die Schnecke ihm entgegen.


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 Petrus sagte zu Jesus:
Herr, es ist gut, dass wir hier sind.
Wenn du willst,
werde ich hier drei Hütten bauen,
eine für dich, eine für Mose
und eine für Elija. 
Noch während er redete,
warf eine leuchtende Wolke
ihren Schatten auf sie
und aus der Wolke rief eine Stimme:
Das ist mein geliebter Sohn,
an dem ich Gefallen gefunden habe;
auf ihn sollt ihr hören.

Mt 17,4-5 

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Sonntagsgottesdienst
Sonntag 8.45 Uhr

Samstag Vorabendmesse
jeden 2. Samstag im Monat um 20.00 Uhr (im Winter 19.30 Uhr)

Die Bürozeiten unserer Pfarrsekretärin Sabine sind:
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Miniplan Juli - November 2017

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Gottesdienste Pfarrverband Juli und August 2017

Berichte

Bericht Verabschiedung Kaplan Gerold

Bericht Pfänderlager

 

Termine und Vorschau

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Feldmesse mit dem Musikverein
Sonntag 20. August 2017 um 10.15 Uhr

Familienwanderung - Macht euch auf die Socken!
Wir wandern am Samstag, 2. September 2017 zur Kapelle Halden. Treffpunkt um 13.30 Uhr bei der Kirche. Die Wanderung führt uns übers Hochsträß, Glafberg zur Kapelle Halden, wo wir dann um ca. 15.30 Uhr gemeinsam Kinderkirche feiern. Danach werden wir das Mitgebrachte grillen (für Getränke ist gesorgt) und den Nachmittag gemütlich ausklingen lassen. Auch das Heimfahren werden wir organisieren, sofern nicht alle gleichzeitig nach Hause möchten! Bei Starkregen findet die Wanderung nicht statt.

Trachtensonntag
Sonntag, 10. September 2017 um 8.45 Uhr

Erntedank
Sonntag, 17. September 2017 um 8.45 Uhr

Kirchturmfest - Begrüßung von Vikar Otto Krepper
Sonntag, 24. September 2017 um 8.45 Uhr anschl. Agape und Kirchturmführungen - Info zum Abschluss der Sanierungen

Orgelherbst
mit Prof. Oberhammer
24. September von 16.00 - 17.30 Uhr Pfarrkirche Sulzberg

Jubelsonntag
15. Oktober 2017 um 8.45 Uhr - alle Paare mit Ehejubiläen sind herzlich eingeladen

Kirchenchorkonzert
mit unserem Chor St. Laurentius
14. Oktober 2017 um 20.00 Uhr Pfarrkirche Sulzberg (Einlass um 19.00 Uhr)

 

 
 

 

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