Bitttage – Christi Himmelfahrt

Bitttage – Christi Himmelfahrt

Bitttage 
– die Bitttage lassen sich auf eine Anordnung des Bischofs Mamertus von Lyon im Jahr 469 zurückführen. Damals wurden wegen Erdbeben und Missernten an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt mit Fasten verbundene Bußprozessionen durchgeführt. Später wurde dies um 800 auch in Rom durchgeführt. Heute sind die Bittgänge und Prozessionen auch eng mit der Landwirtschaft verbunden.

 Im Messbuch heißt es: „An den Bitt- und Quatembertagen betet die Kirche für mannigfache menschliche Anliegen, besonders für die Früchte der Erde und für das menschliche Schaffen“.

Heute ist für uns so vieles selbstverständlich und wir vergessen die Wunder der Natur. 
Bitten und beten wir gemeinsam, um ein gutes, 
segensreiches Jahr – in der Landwirtschaft, bei der Arbeit, 
in der Schule, bei Prüfungen, bei Problemen und Sorgen, 
in Krankheit und Leid.

Bitttage

coronabedingt finden die Bittage heuer ohne Bittgang statt
10. Mai 2021 – 19.30 Uhr
Bitt-Mai-Andacht in der Kirche
11. Mai 2018 – 19.30 UhrBittgottesdienst in der Kirche  – die Bäuerinnen gestalten die Messe

Christi Himmelfahrt
13. Mai 2021 – 8.45 Uhr – Feiertagsmesse ohne Prozession

40 Tage nach Ostern  
Die Zahl 40 steht für einen Zeitraum, der zu Buße und Besinnung auffordert, der Wende und Neubeginn ermöglicht.

Mit dem Fest Christi Himmelfahrt sind sehr viele, tiefgreifende Seelen- und Lebensthemen aufgegriffen: Wir müssen Jesus loslassen. Er lässt sich nicht halten. Wir müssen ihn loslassen, damit er in uns wirksam wird – damit es in uns wirksam wird, wofür er steht. Es soll in uns sein, nicht draußen, nicht in seiner Person, sondern in uns soll es wahr und wirklich werden. Dann sind wir nicht verlassen, sondern verwandelt. Durch Verlust, durch Trennung erst können wir uns selbst gewinnen – das beginnt mit dem Durchtrennen der Nabelschnur, geht weiter mit der Verselbstständigung in der Pubertätszeit und gilt für viele weitere Abschiede im Leben. Der Preis für Identität und Selbsterstarkung, Selbstsicherheit und Ichstärke sind die vielen Abschiede.

„Jetzt müsst ihr mich vertreten!“ „Ihr werdet meine Zeugen sein“, sagt Jesus. Das macht uns mündig und erwachsen.

 Christi Himmelfahrt – dieser Verlust kann also auch Gewinn bedeuten. Auf der einen Seite steht der Verlust Christi. Auf der anderen Seite erleben die JüngerInnen später, dass das, was mit Christus begonnen hatte, ganz erstaunlich weitergeht, Kreise zieht, neue Gemeinden entstehen.

„Was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?“ (Apg 1,11a). Starrt nicht diesem Jesus nach, als ob er für immer fort gegangen wäre. Das Reich Gottes ist schon gegenwärtig, still und verborgen in Menschen, die sich vom Geist Jesu bewegen lassen, die Feuer und Flamme für Jesus sind, die in seinem Geiste leben und handeln.

Die Himmelfahrt Jesu haben wir verstanden, wenn wir nicht in den Himmel starren, sondern die Fußspuren Jesu in unserer Zeit und in unserem Leben entdecken.

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