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Ein Esel geht nach Betlehem 2013

Jeden Adventsonntag begeben wir uns mit dem Esel und den Schülerinnen und Schülern der 4. Klasse Volksschule auf den Weg nach Betlehem.


Ein Esel geht nach Betlehem

Zu jener Zeit, als über dem Stall von Betlehem ein heller Stern stand, ging ein Raunen durch das Land. Ein Kind ist geboren in einem ärmlichen Stall. Es soll der neue König sein. Ein König in einer Krippe aus Heu und Stroh? Ungläubig schütteln die Leute die Köpfe. Doch ein jeder, der an den König glaubte, machte sich auf den Weg nach Betlehem. Auch ein kleiner Esel wollte gehen. Aber sein Herr sagte: 'Das ist Unsinn. Ein König wird in einem Palast geboren und nicht in einem Stall.' Und er verbot dem Esel nach Betlehem zu gehen. Da der Glaube des Esels so stark war, blieb ihm nichts anderes übrig, als sich unbemerkt davonzustehlen.

Adventgeschichte 2013

Es war tiefe Nacht, als der kleine Esel fort ging. Er fürchtete sich in der Dunkelheit und wäre am liebsten gleich wieder umgekehrt.

Adventgeschichte 2013

Doch er wollte unbedingt den neuen König begrüßen. 'Gewiss wird mich dieser freundlich anlächeln', dachte der Esel. Und bei diesen Gedanken verflog seine Angst.

Adventgeschichte 2013

Und der kleine Esel ging weiter. Schritt für Schritt nach Betlehem. Steile Hügel musste er überwinden und die Wege waren steinig. Doch der Esel achtete nicht darauf. Er dachte nur an den König, den er begrüßen wollte.

Unterwegs begegnete der kleine Esel vielen Tieren. 'Wohin gehst du kleiner Esel?', fragte ihn en Kamel.

Adventgeschichte 2013

'Nach Betlehem. Ein neuer König soll dort geboren sein. Ich will ihn begrüßen. Darüber wird sich der neue König freuen und mich anlächeln.'

'Was bildest du dir ein, du Esel! Der König wird dich niemals anlächeln. Davonjagen wird der dich, weil du nur ein einfältiges Tier bist', sprach das Kamel und stapfte weiter.

Traurig blickte der Esel dem Kamel nach. Was sollte er tun? Sollte er weitergehen? Oder lieber umkehren?

Engel in goldenen Gewändern waren den Hirten auf den Feldern erschienen, so wurde erzählt. Sie hatten vor dem neuen König gesungen. 'Ein König, welcher Engel vorausschickt, damit sie sein Kommen ankündigen und Frieden auf Erden verheißen, der wird mich nicht fortjagen", sagte der kleine Esel bei sich.

Und zuversichtlich trottete er weiter, Schritt für Schritt nach Betlehem. Auf einer Anhöhe stand ein Löwe.

Adventgeschichte 2013

Geringschätzig musterte er den Esel, der einen König begrüßen wollte und sprach: 'Nur mich wird der neue König anschauen, bin ich doch ein gewaltiges Tier, du aber bist ein Nichts!' Der Löwe schüttelte seine prächtige Mähne und sprang davon. Verschüchtert blieb der kleine Esel stehen und wusste nicht, ob er weitergehen sollte.

Der Esel nahm jedoch all seinen Mut zusammen und ging seinen Weg weiter. Es dauerte nicht lange, da trat ihm ein neues Tier in den Weg. Da er seinen Kopf gesenkt hatte, erschrak der kleine Esel, denn er sah nur lange Beine vor sich. Langsam blickte er in die Höhe und erkannte eine riesige Giraffe vor sich.

Adventgeschichte - 3. Adventsonntag

„Du kleiner Esel, willst den ganzen Weg nach Bethlehem gehen? fragte es den kleinen Esel. „Du siehst ja kaum über den nächsten Busch!“

„Ich weiß, dass ich dort herzlich empfangen werde, auch wenn ich klein und unbedeutend bin!“ widersprach der Esel kleinlaut.

„Törichter Esel, nur ich werde in Bethlehem rechtzeitig ankommen und begrüßt werden, denn ich sehe meilenweit, über alle Kopfe hinweg. Kein Tier trägt seinen Kopf so hoch wie ich, merk dir das!“

Nachdem die Giraffe das gesagt hatte, trat sie auf die Seite und machte dem Esel Platz. Jetzt hatte der kleine Esel fast seinen Mut verloren.

Aber er gab noch nicht auf und ging weiter. So viele Tiefschläge hatte er schon erlebt, so viele hatten ihn schon niedergemacht und trotzdem, ……ein Licht zeigte ihm den Weg. Etwas Großes, ….das er noch nicht kannte, wird ihn in Bethlehem erwarten.  Bei diesen Gedanken wurde er wieder froh und trottete weiter.

Während er so dahin trottete, raschelte es plötzlich vor ihm. Er erschrak, denn er war ganz in seinen Gedanken versunken. Eine Hyäne hatte sich dem Esel in den Weg gestellt.

Adventgeschichte 2013

Du törichter Esel!', grinste die Hyäne und machte ihren Rücken lang. 'Du bist gerade gut genug, Lasten auf deinem Rücken zu tragen, aber nicht würdig, deinen Rücken vor einem König zu beugen. Sieh dir doch meinen Rücken an! Geh zurück, woher du gekommen bist, du Krummrücken', höhnte die Hyäne und machte sich davon.

Zurückgehen sollte er? Nein, das wollte er nicht. Was wussten denn alle diese Tiere von seinem brennenden Wunsch, den König in der Krippe zu sehen? Immer wieder kamen Tiere vorüber, die ihn auslachten. Abweisend funkelte ein Wüstenfuchs den kleinen Esel an. Ein Wolf musterte ihn verächtlich. Selbst die Schafe machten sich über ihn lustig. Und ein Widder zeigte ihm umfreundlich sein Hinterteil.

Da begann der Esel sich seiner grauen Eselshaut zu schämen und wagte kaum noch die Augen zu heben. So geschah es, dass er vom Weg abirrte und irgendwo in der Dunkelheit stand. Der kleine Esel blieb stehen und ließ mutlos den Kopf hängen.

Ja, der kleine Esel hatte sich in der Dunkelheit verirrt und ließ mutlos den Kopf hängen. Wie finster es war und nirgends ein Licht, das ihm Trost spendete. Oder täuschte er sich. Löste sich die Finsternis nicht auf in einen goldenen Dunst? Der Esel spürte plötzlich die Nähe der Engel. Vertrauensvoll folgte er ihnen Schritt für Schritt nach Bethlehem.

Der kleine Esel achtete nun nicht mehr auf die Tiere, die ihm begegneten. Er hörte auch ihren Spott nicht mehr. Er sah nur das Licht, welches sich ausbreitete und immer heller wurde. Da erblickte er den Stern über Bethlehem.

Adventgeschichte 2013

Freudig betrat der Esel den ärmlichen Stall. Darin lag ein Kind auf Heu und auf Stroh, so wie es gesagt worden ist.

Leise begrüßte der leine Esel den neugeborenen König. Und als das Kind ihm freundlich zulächelte, da wusste der Esel, dass der neue König allen Geschöpfen seine Liebe schenkt.

Sein weiter Weg war nicht umsonst gewesen!

 

 Adventgeschichte 2013
 
Danke den Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse mit ihrem Klassenlehrer für die Geschichte des kleinen Esels, in Worten und Bildern, der sich auf den Weg nach Behtlehem machte.
Leporello Adventgeschichte 2013Jeden Sonntag bekamen die Kinder ein Bild für ihr Advent-Leporello vom Esel, der nach Betlehem geht.
 
 
 

 


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Weinberg

 Mein Freund,
dir geschieht kein Unrecht.
Hast du nicht einen Denar
mit mir vereinbart?
Nimm dein Geld und geh!
Ich will dem letzten
ebenso viel geben wie dir.
Darf ich mit dem,
was mir gehört, nicht tun,
was ich will?
Oder bist du neidisch,
weil ich zu anderen gütig bin?
So werden die Letzten die Ersten sein,
und die Ersten die Letzten.

Mt 20,13-16

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