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Das rote Päckchen 2015


Ein Geschenk für das Christkind                  von Ernst Feurle  für  Advent 2015

„Das rote Päckchen“

 1. Adventsonntag
Erzähler:  Wie jedes Jahr vor Weihnachten durften Jan und Marie ihre Oma besuchen. Darauf freuten sie sich schon Wochen vorher, denn Oma hatte mächtig viel Zeit und konnte so schön von früher erzählen. Jan und Marie mochten ihre Oma sehr. Auch wenn es manchmal etwas anstrengend war, wenn Oma wieder etwas zu weit ausholte und beim Erzählen kein Ende fand. Heute war es wieder soweit. Aufmerksam  hörten sie Oma zu, die wieder Geschichten aus vergangenen Tagen erzählte, während sie hastig an ihrer Strickarbeit hantierte. Oma
konnte nämlich beides gleichzeitig, stricken und erzählen.

Oma: Es war nicht leicht früher, die Zeit vor Weihnachten. Wir hatten nicht viel und konnten uns auch nicht viel erwarten. Aber es war eine schöne Zeit, eine wirklich schöne Zeit.

Jan: Oma, was hast du dir denn vom Christkind gewünscht?

Marie:  Ja, Oma, sag es uns bitte, wir wissen eigentlich überhaupt nicht, was wir uns wünschen sollen.

Oma: Das ist auch nicht leicht. Ich habe mir einmal an Weihnachten, ich
glaube es war 1932, in dem Winter als so viel Schnee lag, dass alle Straßen……

Jan: Omaaaaa.

Marie: Bleib beim Thema!

Oma: Ja, Kinder ihr habt ja recht. Ich wünschte mir an jenen  Weihnachten eine bunte Wollmütze. Und ich habe sie vom Christkind nur bekommen, weil..

Jan und Marie: weil du so lieb und brav gewesen bist. Den Satz  kennen wir inzwischen, Oma.

Oma: Kinder. Ich habe eine Idee für euch. Wenn ihr schon nicht wisst, was ihr euch wünschen sollt, dann schenkt doch ihr dem Christkind etwas. Ich wüsste auch schon was.

Erzähler: Die Drei steckten ihre Köpfe zusammen und bald stoben die Kinder davon, um Vorbereitungen zu treffen. Oma nahm es etwas        gemütlicher. Nach zwei Stunden war es geschafft. Jan und Marie          hielten ihr rotes Geschenkpäckchen in ihren Händen. Oma hatte es heimlich gefüllt und jetzt waren sie bereit, es dem Christkind zu schenken.
Adventgeschichte 2015

2. Adventsonntag:

Erzähler: Jan und Marie haben für das Christkind ein rotes Päckchen     gebastelt und wollen es dem Christkind bringen.

Jan: Weißt du, wo das Christkind wohnt?

Marie: Ich habe keine Ahnung. Suchen wir es einfach.

Jan: Du hast recht. Oma hat nämlich gesagt, das Christkind kann man überall finden.

Marie: Weißt du, was sie damit gemeint hat? Ich nicht.

Erzähler: Jan und Marie waren etwas ratlos. Im Haus war das Christkind nicht, das wussten sie, also zogen sie sich warm an und gingen nach draußen. Als sie schon ein großes Stück gegangen waren, verließ sie fast der Mut. Sie hatten den Markt erreicht und hörten plötzlich furchtbares Gejammer.

Marktfrau: Schon wieder kein Geschäft heute. Das Wetter ist einfach zu schlecht. Die Leute kaufen nichts mehr.

Marktmann: Alle denken nur an sich. Wer denkt an uns? Wir stehen hier im  Kalten, unsere Hände sind schon ganz klamm.

Erzähler: Jan und Marie zog es magisch zu diesem Stand. Sie mussten einfach diesen beiden Menschen helfen. Aber wie?

Marie: Wir würden gerne etwas kaufen, weil wir Hunger haben.

Jan: Wir haben leider kein Geld dabei.

Marktmann: Das ist nicht schlimm. Ihr braucht kein Geld. Nehmt euch einfach jeder einen Apfel.

Marktfrau:  Den schenken wir euch.

Erzähler: Die Kinder waren überrascht. Von diesen armen Menschen bekamen sie noch etwas geschenkt. Plötzlich froren sie nicht mehr und es wurde ihnen ganz warm ums Herz. Da fiel Jan plötzlich etwas ein.

Jan: Hier. Wir haben auch etwas für euch.

Marie: Eigentlich wollten wir es dem…

Jan: Pst! Das Päckchen ist für euch. Es soll euch ein bisschen erfreuen!

Erzähler: Die Marktfrau bekam das Päckchen in die Hand und ihr Gesicht strahlte wie ein pausbackiger roter Apfel. Noch nie hatte jemand ihr etwas geschenkt. Die beiden betrachteten glücklich das Päckchen und bedankten sich.

Marktmann: Danke, Kinder. Ihr habt uns sehr viel Freude gebracht.

Adventgeschichte 2015

 

3. Adventsonntag:

Erzähler: Jan und Marie haben das rote Päckchen, das sie für das Christkind gebastelt haben, der Marktfrau und dem Marktmann geschenkt. Die beiden haben sich so darüber gefreut, dass sie beschlossen, dies ihren Bekannten zu erzählen. 


Marktfrau: Komm, lass uns unsere Freunde besuchen, die freuen sich bestimmt über einen Besuch.


Marktmann:  Nimm das rote Päckchen mit. Wir wollen ihnen auch von dem Geschenk erzählen.


Erzähler:  So marschierten die beiden los. Sie erreichten auch bald das Mietshaus der Bekannten und betraten das Stiegenhaus. Auf der Stiege saßen vier Kinder und versperrten ihnen den Weg.


Marktfrau: Macht ihr bitte  Platz.


Anton: Wenn`s sein muss.

Lore: Immer sind wir Kinder im Weg.

Franz:  Nur weil Papa das Fußballspiel sehen will, sollen wir draußen spielen.

Anton: Es ist zum Mäusemelken.

Peter: Lasst  uns wieder durchs Dorf ziehen und die Zeit totschlagen. Niemand braucht uns hier.  


Marktfrau: So etwas darfst du nicht einmal denken.


Marktmann: Helft doch dem alten Herrn Kogler beim Holz stapeln. Er freut sich bestimmt.


Marktfrau: Das ist doch eine gute Idee. Auf geht’s. Gebt euch einen Ruck!


Lore: Anderen helfen, das ist doch uncool. Wie stehen wir vor den Mitschülern da?

Anton: Das ist doch egal. Die sind halt zu blöd. Komm wir ziehen los und helfen.


Marktfrau: Ihr seid echt „cool“, wenn ihr das macht.


Erzähler:  Plötzlich fiel der Marktfrau das rote Päckchen ein, das sie in ihrer Tasche trug. Sie beförderte es vorsichtig ans Tageslicht und gab es den Kindern.


Marktfrau: Das bekommt ihr von uns, weil ihr so vernünftige und fleißige Kinder seid.

 

Kinder: Danke. Danke


Franz: Komisch, seit wir uns entschlossen haben, zu helfen, fühle ich mich echt gut. Ob das mit dem roten Päckchen zu tun hat?

 Adventgeschichte 2015



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Weinberg

 Mein Freund,
dir geschieht kein Unrecht.
Hast du nicht einen Denar
mit mir vereinbart?
Nimm dein Geld und geh!
Ich will dem letzten
ebenso viel geben wie dir.
Darf ich mit dem,
was mir gehört, nicht tun,
was ich will?
Oder bist du neidisch,
weil ich zu anderen gütig bin?
So werden die Letzten die Ersten sein,
und die Ersten die Letzten.

Mt 20,13-16

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