Besinnung / Gebet

Wir laden Sie ein, Pausen einzulegen, abzuschalten vom Alltag, sich anrühren zu lassen von Texten, die gut tun.

Texte der Besinnung, Fürbitten, Geschichten und Gedichte bereichern unsere Gottesdienste und wir wollen sie mit Ihnen teilen.

Wir sind bemüht die Urheber der Texte anzugeben, aber die Quellen lassen sich nicht immer nachweisen.

 


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...... mit Menschen auf der Flucht

 

Menschen auf der Flucht, Menschen die fremd sind ist ein Thema, das schon viele Generationen bewegt hat. Die Bibel nimmt uns mitten hinein in dieses Thema – wir lesen von Menschen, die auf der Flucht waren. Sie haben ihre Heimat verlassen, mussten sich von Familie und Freunden trennen und sind in das Unbekannte gezogen. Die Bibel erzählt uns von einzelnen Menschen und von ganzen Völkerwanderungen. Sie erzählt von Wirtschaftsflüchtlingen, von politischen Flüchtlingen, von religiös Verfolgten, von Menschen die vor ihrer Familie flüchten und Menschen die vor Gott auf der Flucht sind.   

JonaEin Bild in unserer Kirche erinnert uns an die Flucht eines einzelnen Menschen.
Jona – ein Mensch, der vor Gott auf der Flucht ist.
 
Jona machte sich auf den Weg; doch er wollte nach Tarschisch fliehen, weit weg vom Herrn.                                           Jona 1,1-5 

Geburt Jesu


Eine Familie auf der Flucht – die Idylle des Bildes trügt – schon bald nach der Geburt Jesu muss die kleine Familie in ein ihnen unbekanntes Land, in eine unsicher Zukunft, fern von Verwandten flüchten

Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. Mt 2,13-15

 

Ein Volk das flüchtet vor Unterdrückung und Sklaverei
Jahwe spricht zu Mose: Geh, versammle die Ältesten Israels und sag ihnen: Jahwe, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, ist mir erschienen und hat mir gesagt: Ich habe sorgsam auf euch geachtet und habe gesehen, was man euch in Ägypten antut. Darum habe ich beschlossen, euch aus dem Elend Ägyptens hinaufzuführen in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, in ein Land, in dem Milch und Honig fließen.

Die Bibel ermutigt uns, sie gibt uns Weisungen im Umgang mit Fremden, mit Flüchtlingen.

Im Buch Levitikus können wir lesen
Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken. Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen. Ich bin der Herr, euer Gott.   Lev 19,33

Jesus selbst lehrt uns
Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.                                                                       Mt 25,35-36

Hl. Lucia - Szenenspiel

Dunkel war es in der Stadt Syrakus auf der Insel Sizilien vor ungefähr 1700 Jahren. Dunkel, nicht nur weil es wenig Licht gab, sondern weil der römische Kaiser die Christen verfolgte.

Wenn der Schritt der Soldaten durch die Gassen hallte, dann hielten die Menschen den Atem an.

Schritte  oder Trommel

Die Soldaten waren  verwegen,  sie hielten Augen und Ohren offen und nahmen  Anhänger Jesu fest.  Der Kaiser ließ die Christen grausam hinrichten. Angst und Schrecken beherrschte die Stadt.

Trommel

Die Christen trafen sich trotz  aller Gefahren heimlich in unterirdischen Gängen und Höhlen.  Sie erzählten von Jesus und feierten miteinander  Tod und Auferstehung  Jesu.  Das gab ihnen  die nötige Kraft und Mut  für ihren Glauben  einzustehen.

Lucia, ein reiches Mädchen schlich sich oft zu den Christen, denn die Worte Jesu berührten ihr Herz.

Sie spürte den Wunsch -  wie Jesus den Armen und Bedürftigen zu helfen. Gegen das Verbot ihrer Eltern  verließ sie das Haus und besuchte Kranke und Notleidende, tröstete und half wo sie konnte.  Bei diesem  Dienst wurde es ihr leicht und hell ums Herz.

‚Jesus nachfolgen, das ist meine Sehnsucht!’,   so beschrieb Lucia  ihre starken  Gefühle. Bald huschte sie regelmäßig durch die Gassen, vorbei an den Soldaten, zu den Treffen der Christen.

Trommel  länger…..

Lucia ging nicht mit leeren Händen. Brot, Obst, Gemüse, Fleisch – trug sie in einem großen Korb mit sich. In den dunklen Gängen brauchte sie ein Licht, deshalb steckte sie eine Fackel in einen Kranz, den sie auf dem Kopf trug.

Heilige Luzia 2014

‚Lucia - unsere Lichtbringerin’, riefen die Christen, wenn das Mädchen zu ihnen kam. 

Ein Mädchen kommt mit einem Lichterkranz durch den Mittelgang nach vorne.